Ist Schreien und Grunzen beim Gesang erlaubt ?
Posted in Allgemein, Rock/Pop on Juli 10th, 2008 by Kay
Seit knapp 2 Wochen nenne ich die neue Platte von Opeth mein Eigen (“Watershed”).
Da die Scheibe recht vielfältig ist und mit “Coil” und “Burdon” durchaus “Mädchenmucke” beinhaltet, zögerte ich nicht, auch meiner Liebsten einige Tracks von diesem Longplayer vorzuspielen.
Als Herr Akerfeldt dann auf “Heir Apparent” die ersten wilden Growls loslies, meinte sie, dass so ein Gesang doch scheiße sei und keine Daseinsberechtigung habe.
Hat er das wirklich nicht ? Über Kunst lässt sich wahrlich streiten. Und dass der Opeth-Frontman auch ganz anders mit seiner Stimme umgehen kann, wird mehr als einmal auf dem Album bewiesen.
Ich denke, Kunst darf (fast) alles, denn deren Bewertung bleibt nach wie vor eine heikle und vor allen Dingen subjektive Angelegenheit.
Würde man der Dokumenta wirklich ihren künstlerischen Anspruch absprechen wollen oder die Einstürzenden Neubauten verdammen, nur weil sie die ersten waren, die Einkaufswagen mit Vorschlaghämmern malträtiert haben ?
Growls und Gegrunze sind ein Stilmittel genauso wie Filmblut eines ist.
Irgendwie muss man in seinen Songs doch ausdrücken dürfen, dass man sauer ist, oder ?